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Flex Fernschule

Die Flex-Fernschule richtet sich an junge Menschen, die aus unterschiedlichsten Gründen die Regelschule verlassen haben und nun einen Haupt- bzw. Realschulabschluss nachmachen möchten. Die Schule wurde in den Jahren 1998 bis 2001 im Rahmen eines geförderten Modellprogrammes entwickelt und durch die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht zugelassen, wobei die Arbeitsweise an heilpädagogischen Grundsätzen ausgerichtet ist. Außerdem wurde die Fernschule bereits zweimal mit dem Fernstudienpreis "Service des Jahres" ausgezeichnet.

Dabei versteht sich die Flex-Fernschule nicht als konkurrierendes Angebot zu bestehenden Schulformen, sondern die Schüler und Schülerinnen werden mit Hilfe von Lernbriefen und der Beratung durch Fernschullehrer auf den Schulabschluss vorbereitet. Am Beginn steht immer ein Einstufungstest, wodurch die Lehrkräfte die Stärken und Schwächen der Schüler und Schülerinnen erkennen und in weiterer Folge gezielt fördern können.

Für eine weitere Zusammenarbeit stehen dann zwei unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung:

Die Variante "Flex-Classic" arbeitet mit Lernbriefen, die den Jugendlichen wöchentlich zugeschickt werden. Die Schüler bearbeiten diese und senden sie dann bis zum Ende der Woche an das Institut zurück, wo sie korrigiert und gemeinsam mit neuem Lernmaterial retourniert werden. Sollten die Lernenden etwas nicht verstanden haben, so können sie jederzeit mit dem Flex-Lehrer in telefonischen Kontakt treten. Am Wohnort werden die Jugendlichen von Begleitpersonen wie zum Beispiel Eltern, Erziehern, Bekannten oder dem Jugendamt unterstützt.

Die "Flex-Coach"-Variante konzentriert sich noch stärker auf die Zusammenarbeit von Lernenden und ihren Begleitpersonen. Diese erhalten die Lernmaterialien in Form von Kursen, der Lernprozess kann dann vor Ort selbst gesteuert werden. Darüber hinaus stehen auch die Flex-Lehrer gerne mit Rat und Tat zur Seite und die Begleiter können sich jederzeit Tipps bei ihnen einholen.

Vor den Prüfungen werden die Begleiter gemeinsam mit den Jugendlichen dann zu so genannten Vorbereitungstagen eingeladen, an denen die schriftlichen Prüfungen durchbesprochen und die mündliche Prüfungen simuliert werden. Die Prüfungen finden dann am jeweiligen Wohnort bzw. in der Flex-Fernschule statt, wobei es derzeit Fernschulen in Köln, Bamberg und Landau gibt. Mit Hilfe des Flex-"Lernzeittickers" erkennen die Lernenden darüber hinaus,ob ihr Arbeitspensum und ihr Lerntempo ausreichend für den anstehenden Prüfungstermin sind und wie viele Lernbriefe sie noch zu bearbeiten haben. Dadurch werden die Selbsteinschätzung sowie die Anstrengungsbereitschaft der Jugendlichen ohne moralischen Unterton von Lehrern gefördert. Die Kosten der Ausbildung werden in sehr vielen Fällen vom Jugendamt übernommen, rund fünf Prozent der Schüler und Schülerinnen erhalten außerdem ein Stipendium.

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